Kleister anrühren – leicht gemacht

 

 

Ohne Tapetenkleister hält keine Tapete an der Wand. Doch nur der richtige Kleister kann die Eigenschaften der gewählten Tapete optimal unterstüzen. Oft kommen weitere Fragen hinzu: Wie muss der Tapetenkleister angerührt werden und welche Weichzeit hat die Tapete? Fragen über Fragen, zu denen Sie hier im Bereich "Kleister anrühren" Antworten und Tipps finden.

 

 

 


 

Die Menge macht's

 

Greifen Sie nicht zum erst besten Tapetenkleister, der sich Ihnen bietet, denn nicht jeder auf dem Markt erhältliche Kleister passt zu der von Ihnen ausgewählten Tapete. Verwenden Sie nur Kleister, dessen Produkteigenschaften auf die Tapete abgestimmt sind und auch zu den Raumgegebenheiten passen. So sollte zum Beispiel der Tapetenkleister für das Tapezieren im Bad – durch die hohe Beanspruchung der Feuchtigkeit – eine hohe Feuchtfestigkeit unterstützen.

 

Bricht man ein Paket Kleisterpulver an, muss es komplett verwenden werden. Warum Sie das Kleisterpaket komplett nutzen müssen? Das Kleisterpulver besteht aus verschiedenen Bestandteilen, die unterschiedliche Durchmesser in der Körnung und unterschiedliche "Eigengewichte" haben. Dem "normalen" Auge wird dies nicht auffallen. Durch den Transport bis zu dem Baumarkt, in dem Sie den Kleister gekauft haben, hat der Kleister bereits eine Wegstrecke zurück gelegt – durch die Bewegung auf der Straße setzen sich "groben" Bestandteile oben in der Packung ab. Bei einer Anwendung von einer halben Kleisterpackung werden Sie deutliche Einbußen in der Leistung des Tapetenkleisters vorfinden. Daher muss das Kleisterpaket komplett angerührt werden. Angerührter Tapetenkleister – auch Kleisterflotte genannt – kann abgedeckt bis zu 14 Tagen aufbewahrt werden. Voraussetzung ist, dass sie den Tapetenkleister in einem sauberen Gefäß angerührt haben.

 

Nach der Auswahl der Tapeten, also der Tapetenart und dem zu verwendenden Kleister, wird dieser mit Wasser angerührt. Falls Sie sich noch unsicher sind, welcher Tapetenkleister zu verwenden ist: Unser "Tapezier-Kalkulator" hilft Ihnen zur Bestimmung des benötigten Kleisters sowie der Tapetenrollen weiter.

 

Nun kommen wir zum Mischverhältnis. Auf der Anwendungsanleitung des Kleisterpakets finden Sie eine Tabelle zum Ansetzen des Kleisters (Ansatztabelle). Wählen Sie Ihre Tapetenart aus, und lesen Sie ab, mit wieviel Liter Wasser der Tapetenkleister angerührt werden muss. Sie finden dort in dieser "Ansatztabelle" ebenfalls die Reichweite und die ca. Rollenangabe, die Sie mit einem so angesetzten Tapetenkleister realisiert werden kann.

 

Warum gibt es unterschiedliche Ansatzverhältnisse? Generell sind verschiedene Angaben in der Ansatztabelle zu finden. Zum Beispiel kann mit einem stark verdünnten Tapetenkleister die Wand grundiert werden, um eine gleichmäßige Saugfähigkeit zu erzielen. In diesem Fall muss der Tapetenkleister mit einer anderen Menge an Wasser angerührt werden. Bei einer Verklebung von Raufaser dagegen, muss eine andere Konsistenz von Tapetenkleister angerührt werden, um sicher zu stellen, dass der Kleister optimal klebt. Sie sehen – die Menge von Wasser ist ausschlaggebend für Ihre angerührte Kleisterflotte und deren Eigenschaften.

 


 

Es geht rund – Wie das Kleister anrühren funktioniert

Beim Anrühren ist darauf zu achten, dass das Gefäß, in dem der Kleister angesetzt wird, sauber ist und nicht rostet, d. h. es befinden sich auch keine alten Kleisterreste im Eimer. Außerdem sollte auf eine ausreichende Größe geachtet werden, damit Sie beim Anrühren des Tapetenkleisters nicht in die Klemme geraten.

 

  1. Füllen Sie die benötigte Menge an sauberen Wasser in den Eimer. Für unsere Kleister verwenden Sie bitte kaltes Wasser, wobei natürlich kein gekühltes oder Eiswasser gemeint ist – sondern normales klares, kaltes Wasser aus der Leitung. 

  2. Bringen Sie das Wasser mit einem Rührstab kreisförmig in Bewegung, so dass sich im Wasser ein Strudel bildet. Schütten Sie den Tapetenkleister während des Rührens zügig zu. Was versteht man unter zügig? Schnell und stetig ohne Stockung bis alles aus der Packung im bewegten Wasser ist. Rühren Sie kurz und zügig weiter nachdem alles eingerührt wurde.

    Kleiner Tipp: Bei einem Pulverkleister: Die vollständig geöffnetet Packung am Besten beim Hineinschütten dicht über die Wasseroberfläche halten (ca. 10cm). Rühren Sie auch nach dem Hineinschütten noch kurze Zeit weiter – optimal ist es, wenn Sie die Richtung nach einiger Zeit wechseln. Hierdurch wird das Wasser nochmal so richtig vermischt.

  3. Je nach Produkt muss der Kleister noch unterschiedlich lange gerührt werden. In der Regel muss nach einer Quellzeit, in der der Kleister seine dickflüssige Form annimmt, nochmals umgerührt werden, bevor er final eingesetzt werden kann.

 

Dieser Schritt entfällt bei unserem neuen Produkt Metylan Flüssig-Kleister Konzentrat. Er ist nicht nur garantiert klumpenfrei, sondern auch schnell anrührbar und bereits nach nur 2 Minuten einsatzbereit.

 

Noch ein Tipp zum Abschluss

Falls beim Hineinschütten des Pulvers Klümpchen entstanden sind, sollten Sie am Besten kräftig weiterrühren. Dies hilft die Klümpchen zu reduzieren.