In neu gebauten Eigenheimen oder Mietwohnanlagen werden häufig Maschinengipsputze verarbeitet. Die so gefertigten neuen Putzoberflächen sind sehr hell und glatt. Eine oft vorkommende Eigenart von neuen Putzen sind Sinterschichten, die den Putz stark in ihrer Saugfähigkeit variieren lassen.
Was genau sind Sinterschichten? Bei Sinterschichten handelt es sich um Anreicherungen von Bindemitteln an der Putzoberfläche, die durch den Glättvorgang der Putzoberfläche entstehen können. Sie haben eine leichten Oberflächenglanz und eine geringe Saugfähigkeit.

Wichtig bei neuverputzen Wänden ist, das an mehreren Stellen der Wand Tests vorgenommen werden. Da Sinterschichten flächenweise auftreten können, ist es möglich, dass eine Wand stellenweise stark saugend, aber teilweise auch schwach wassersaugend sein kann.
Ritzen Sie die Putzoberfläche leicht an und benetzen Sie die Wand an diesen Stellen mit etwas Wasser. Verfärben sich die getesteten Stellen unterschiedlich, variiert die Saugfähigkeit des Untergrunds stark. Auf Sinterschichten perlt das Wasser nahezu ab.
Sinterschichten können Sie durch einen einfachen Test einwandfrei identifizieren: Ritzen Sie die die Fläche gitterförmig an, und benetzen Sie diese Fläche. Auf der Sinterschicht fließt das Wasser so herab, während die Kratzspuren sich dunkel verfärben. In diesem Fall müssen Sie die betroffene Fläche abschleifen, bevor Sie mit einer Grundierung die Saugfähigkeit regulieren können, denn der zu tapezierende Untergrund muss trocken und sauber sein.

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