Decke tapezieren

Eine anspruchsvolle Aufgabe- mit Hilfe kein Problem

Möchte man seiner Wohnung einen frischen Wind geben, ist gerade die Decke ein zusätzlicher gestalterischer Hingucker. Um saubere Übergänge von der Decke zu den Tapeten der Wände zu bekommen, fangen Sie an der Decke an. Die Decke tapezieren ist etwas schwieriger als die Tapezierung der Wände. Da mehr Kraftaufwand von Nöten ist, empfiehlt sich hier das Anbringen der Tapete zu zweit. Sie werden sehen - mit Hilfe ist auch diese Aufgabe gut zu meistern!

 

 

Die Decke tapezieren - so geht es

Bevor es mit dem Tapezieren los geht, ist es wichtig, sich über die Sicherheit Gedanken zu machen und Vorkehrungen zu treffen. Da Sie bei dem Tapezieren über Kopf einen sicheren Stand brauchen, ist vor allem eine sichere, stabile Leiter unabdingbar. Bei hohen Decken empfiehlt sich das Arbeiten mit einem Gerüst. Hierbei sollten Sie keinesfalls auf eine selbstgebaute, instabile Konstruktion zurückgreifen, und zum Beispiel ein Brett zwischen zwei Leitern legen. Hier sind Unfälle vorprogrammiert. Wurde die ideale Lösung gefunden, geht es mit der Vorbereitung der Tapetenbahnen los.

 
Zunächst werden jedoch die Tapetenbahnen zugeschnitten, oder (für einen weicheren Übergang) über eine Tapezierschiene gerissen. Beachten Sie hierbei, dass die Bahnen an der Decke vom, bzw. zum Fenster laufen müssen. So vermeiden Sie, dass das "Streiflicht" - das Licht das durch das Fenster eindringt - an den Nähten der Tapetenbahnen Schatten wirft. Die Länge der zu tapezierenden Tapetenbahn ergibt sich demnach aus der Deckenlänge plus einer Verschnittzugabe von 5 cm.


Die erste Bahn auf der Decke wird anhand einer Wasserwaage ausgelotet und mit einem Bleistift dezent markiert. Achten Sie darauf diese Markierungslinie nicht direkt an der Wand, sondern mit Abstand - also eine Tapetenbreite minus der abzuziehenden Verschnittzugabe von 2cm, entlang laufen zu lassen. Mit einer Schlagschnur können Sie, nachdem Sie an beiden Enden der Decke eine Markierung erstellt haben, eine gerade Linie ziehen. Haben Sie gerade keine Schlagschnur zur Hand, müssen Sie sich über die Deckenlänge hinweg hin und wieder per Wasserwaage Markierungen setzen. 
 

Papiertapete oder Rauhfaser

Sofern eine Papiertapete verklebt werden soll, können die Bahnen nun eingekleistert werden. Achten Sie beim Tapezieren von Decken darauf das richtige Ansatzverhältnis und den geeigneten Tapetenkleister auszuwählen. Durch Temperaturschwankungen und aufsteigenden Wasserdampf wird die Decke besonderen Belastungen ausgesetzt. Nehmen Sie für das Tapezieren von Decken entsprechend belastungsstarke Kleister. Achten Sie beim Einkleistern der Bahnen ebenfalls auf einen dickeren Kleisterauftrag, bedingt durch das Eigengewicht der Tapete.

Die genau Weichzeit, die Ihre Tapete benötigt, bevor sie tapeziert werden kann, finden Sie auf dem Tapeteneinleger der gekauften Rolle. Die Tapetenbahn wird, anders als üblicherweise bei den Bahnen für die Wand, zieharmonikaartig zusammen gefaltet. Dabei sollten die Bahnen nicht zu sehr geknickt werden.
 

Da das Arbeiten über Kopf anstrengend ist, bietet sich das Arbeiten zu zweit an. Ein Helfer hält die Tapetenbahn mit einem sauberen Besen nach oben, während der zweite Tapezierer die Decke tapeziert. Die Tapete wird nun an der Fensterseite der Decke mit etwas Überstand zur Wand angesetzt. Die erste Lage der zusammengeklappten Bahn wird aufgeklappt und an der ausgeloteten Markierungslinie ausgerichtet. Mit der Tapezierbürste wird die Bahn von der Mitte heraus angedrückt. Nun wird die nächste Falte aufgeklappt, ausgerichtet und ebenfalls angedrückt. Mit den weiteren "Zieharmonikafalten" wird auf gleichem Weg verfahren.

 

Ist die Tapetenbahn komplett angedrückt, ist an jedem Ende und an der Wandlängsseite ein Überstand zu sehen, der bündig mit der Eckkante gekürzt wird. Drücken Sie hierzu die Tapete mit einem Tapezierspachtel oder einem anderen kantigen Gegenstand in die Ecke der Wand. Anschließend können Sie den Überstand mit dem Tapezierspachtel und dem Cuttermesser abschneiden, indem Sie den Spachtel auf die Decke legen, das Cuttermesser parallel auf den Spachtel halten und so an der Kante entlang fahren.

 

Die weiteren Bahnen werden auf Stoß geklebt an die jeweils vorherige Bahn angesetzt. Achten Sie darauf sich pro Bahn einen sicherer Stand mit Ihrer Leiter zu verschaffen!

Vliestapete

Wird eine Vliestapete tapeziert, wird der Spezialkleister per Rolle an die Decke gerollt. Die Vliestapete ist mit ca. 5cm Überstand zugeschnitten und kann auf "Links" aufgerollt werden. Sofern nun ein stabiles Gerüst zur Verfügung steht kann die Rolle bequem mit der einen Hand an der Markierung abgerollt und mit der anderen Hand mit der Bürste angedrückt werden. Man beginnt ebenso an der Fensterseite mit dem Tapezieren.

Soll eine gemusterte Tapete, evtl. sogar mit Rapport, an der Decke verklebt werden, empfiehlt es sich die Zimmerdeckenmitte zu markieren. Dazu die Fensterfrontbreite ermitteln und den gemessenen Wert halbieren. Nun mit einer Schlagschnur, einer langen Wasserwaage oder einer geraden Latte die Markierung vom Fenster weg mit einem Bleistift anzeichnen. Die erste Tapetenbahn wird nun in der Zimmermitte, im 90° Winkel zur Fensterfront, tapeziert. Alle weiteren Bahnen richten sich an dieser Bahn aus, deshalb ist Präzision gefragt.   


Ist die Tapetenbahn komplett angedrückt, ist an jedem Ende und an der Wandlängsseite ein Überstand zu sehen, der bündig mit der Eckkante gekürzt wird. Drücken Sie hierzu die Tapete mit einem Tapezierspachtel oder einem anderen kantigen Gegenstand in die Ecke der Wand. Anschließend können Sie den Überstand mit dem Tapezierspachtel und dem Cuttermesser abschneiden, indem Sie den Spachtel auf die Decke legen, das Cuttermesser parallel auf den Spachtel halten und so an der Kante entlang fahren.

Die weiteren Bahnen werden auf Stoß geklebt an die jeweils vorherige Bahn angesetzt. Achten Sie darauf sich pro Bahn einen sicherer Stand auf ihrem Gerüst zu verschaffen!

Schöne Akzente können gerade bei gemusterten Tapeten an den Wandübergängen mit einer Art Passepartout erreicht werden. Dazu eignen sich Deckenleisten aus Styropor oder ähnlichen Material. Diese können problemlos mit einem Montagekleber montiert werden. 



Metylan Aktuell

11.07.2011

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